Videos selbst einbinden
Gerade in der Adultbranche im Internet wird das Video immer mehr zum zentralen Mittelpunkt des Geschehens. Ohne ein Video Angebot kommen die meisten Webseiten heutzutage nicht mehr aus. Denn nichts transportiert die Ware „Erotik“ besser, als bewegte Bilder. Doch wie bindet man schnell und einfach Videos in die eigene Seite ein? . BRAD erklärt, wie es geht !
Die erste Entscheidung ist die für das geeignete Videoformat. Eine Vielzahl von gängigen Formaten steht hier zur Verfügung z. B. AVI, DivX, XviD, oder gar WMV (Windows Media Video) und Real Video. Bei der Auswahl sollte man allerdings immer berücksichtigen, dass nicht jeder Webseitenbesucher die richtige Software für das jeweilige Videoformat installiert hat. Nichts verschreckt Besucher schneller, als die Aufforderung zur Installation einer neuen Software. So sollte man sich für ein Format entscheiden, dass der Großteil der Webbesucher von Haus aus verarbeiten kann. Eine der besten Alternativen wäre hierbei eine Flash- Lösung. Flash-Dateien sind in der Regel kompakter als vergleichsweise gleichgroße andere Videodateien. Auch erfordert das Abspielen der Filme keine zusätzliche Software, sondern greift nur auf das meist schon vorhandene Flash-Plug-In zurück.
Konvertieren des Videos in eine FLV Datei Meist liegen die Videos in den Formaten AVI, MPEG oder WMV vor. Diese gilt es nun in das Flash-Video- Format (FLV) umzuwandeln. Hierzu braucht man einen Encoder, der die vorhandenen Videodateien in das Flash-Video-Format umsetzt. Für unser Beispiel benutzen wir den Riva FLV Encoder, der unter http:// www.rivavx.de?encoder, kostenlos zum Download bereit steht. Dieser Encoder unterstützt die Formate AVI, XviD, DivX, MPEG-1, MPEG- 2, MPEG-4, Quicktime, Windows Media Video,WMV 7 und WMV 8. Die deutsche Bedienungsoberfläche ist einfach zu handhaben und größtenteils selbsterklärend.
Nach der Auswahl der Quelldatei (Video) und der Eingabe des Zielverzeichnisses in der Videoeinstellung kann es direkt losgehen. An dieser Stelle haben Sie auch zusätzlich die Möglichkeit, das Endformat des Videos Ihrer Seite gemäß anzupassen. So können z. B. die Filmgröße, die Bilderanzeige pro Sekunde und die Bildfrequenz eingestellt werden. Die Grenze der vom menschlichen Auge wahrnehmbaren Einzelbilder liegt
etwa bei 16 Bildern pro Sekunde. Ein optisch „ruckelfreier“ Film muss also mehr als 16 Bilder pro Sekunde aufweisen. Standardmäßig wird ein Wert von 24 Bildern /Sekunde empfohlen. Die beste Vorgehensweise um ein optimales Ergebnis erhalten zu können, ist die probeweise Variation der Einstellungen im Riva FLV Encoder selber. Nach jeder Änderung können Sie sich mit Hilfe der Vorschau die entsprechenden Änderungen anzeigen lassen. Neben dem Format können diese Feineinstellungen auch positive Auswirkungen auf Ihren Traffic haben. Weiter sind zudem Beschneidungen des eigentlichen Formates möglich. Zum guten Schluss stellen Sie noch die Audiospur ein. Anschließend aktivieren Sie in der Bildeinstellung das Vorschaubild
Ihres Videos, das Standbild im Player, und starten den Encodierungsvorgang. Nach Abschluss des Arbeitsprozesses können Sie sich zur Kontrolle das Ergebnis in der „Vorschau“ anzeigen lassen. Somit steht dem Einbinden Ihrer Flash-Videos auf der eigenen Website nichts mehr im Wege.
Die nun vorhandenen flv-Dateien sind allerdings alleine noch nicht lauffähig. So muss für den Abspielvorgang erst ein Player auf Ihrer Website installiert sein. Die Auswahl der passenden Player ist ein wenig Geschmackssache. Das Angebot auf dem Markt ist äußerst vielschichtig.
Wir haben uns hier für eine kostenlose Lösung entschieden. Der FLV-Player ist ein einfacher aber leicht anzupassender und ebenso leicht konfigurierbarer Player. Sie können diesen über die Internetseite http://www. flv-player.net downloaden. Anschließend werden die Dateien ohne eine Änderung direkt auf Ihrem Webserver installiert. Die eigentliche Einbindung ist einfach zu lösen. Die Filmund Player-Dateien werden per object in Ihre vorhandene HTML-Datei eingebunden. Das Einfügen des Codes ist mühelos. Sie öffnen Ihr Html- Dokument mit einem Editor. Ein kostenloser Editor Notepad 4++ ist z. B. unter http:// notepad-plus.sourceforge. net/de/site.htm erhältlich. Sie setzen zwischen dem Anfangs-Tag und dem Endtag den Code. Durch den Tag weiß der Browser, dass weitere Dateien bzw. Datenquellen eingebunden werden. Im Normalfall dürfte kein neuer Browser Probleme mit dem
haben, da diese vom Internet Explorer seit der Version 3.x und von Netscape seit der Version 4.x unterstützt werden. Eine so eingefügte Flash-Datei wird dann automatisch in dem von Ihnen zur Verfügung gestellten Player gestartet. So kann jeder Web-Browser Ihren Film anzeigen, vorausgesetzt das Flash Plugin von Adobe ist installiert. Eine ausführliche Dokumentation der einzelnen Einstellungen des Players finden Sie unter http://flv-player. net/players/normal/documentation. Weiter finden Sie auch einen Generator auf der Seite, der Ihnen hilft, per Mausklick die Höhe und Breite, die Farben der einzelnen Rahmen und Buttons, Autoplay, Verzögerung beim Start und viele weitere Einstellungen zur Wiedergabe ganz nach Ihren Bedürfnissen einzustellen.
Das einzige, was vom Besucher Ihrer Webseite vorausgesetzt wird, ist das aktuelle Plug-In, des Flash-Player 9 von Adobe. Da der FLV Player unter der Open Source Lizenz LGPL lizenziert ist, steht einer kommerziellen Nutzung nichts im Wege. So dürfte die Installation Ihrer eigenen Filme als Flashvideos auf Ihrer Seite ein Kinderspiel werden.
Tipp zum Schluss: Nicht nur Filme lassen sich ohne große Programmierkenntnisse per Flash in die eigene Homepage integrieren, sondern auch Bilderalben und Banner. Mit dem Flash Slideshow Maker der Firma ANVSOFT (http://www.flash-slideshow- maker.com) ist das ein Leichtes. Auch hier führt eine „komplett“ deutsche Menüstruktur durch das Programm, so dass keinerlei große Einarbeitungszeit benötigt wird. Die Software selbst ist in drei Bereiche untergliedert: Photo, Motiv und Veröffentlichen. Im Bereich „Photo“ fügen Sie die Bilder ein, die Sie zur Anzeige zusammenstellen möchten und legen die einzelnen Übergänge zwischen den Bildern und die Einblendzeit fest. So können Sie die Länge Ihres Filmes genau steuern. Unter „Motiv“ verstecken sich die einzelnen Player zum Abspielen der Bilder. Auch haben Sie hier die Möglichkeit, weitere verschieden Einstellungen vorzunehmen, wie z. B. Größen, Farben, Rahmen, einzelne Zeitschleifen bis hin zum beliebten Ken-Burns-Effekt. Falls Sie das ganze als Banner anzeigen lassen möchten, wählen Sie hier einfach „kein Player“. Anschließend wird der komplette Bilderfilm mittels „Veröffentlichen“ publiziert. Jetzt nur noch den Code, der sich in der .html-Datei befindet in das eigene Design einbauen …. fertig ist Ihr Flash-Banner.
Der Beitrag wurde in der 1/2.2008 Ausgabe des BRADMAG Magazins veröffentlicht















